Cusanus Gymnasiums Erkelenz
Abi-Jahrbuch 1994
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Die Grundbausteine 
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Leistungskurs Kunst bei Herrn Bücken

Montags, 10 Uhr in Deutschland

 Tiefe, differenzierte Diskussionen zwischen Charlotte (wie immer!) und Herrn Bücken: "Welche Körperachse ist geschwungener, Adams oder Evas?" (bitte exakt).

Der Rest des Kurses legt gesteigerten Wert auf solche Art von Diskussionen (siehe Beuys: "Welche Art von Fett ist das, zum Braten oder zum Schuhe einschmieren?" Zitat Charlotte). Es ist zu erkennen, daß es in unserem Leistungskurs immer hoch hergeht: Ausgelassene, heitere Gesprächsrunden über proportionale Probleme, Diskussionen zur Vortragsweise, penible Auseinandersetzung über Formulierungen; wie gesagt, wir haben immer viel Spaß in Kunst, auch wenn der Meister (oder wäre "Oh Käpten, mein Käpten" aus dem Club der toten Dichter angebrachter?) oft genug über unsere Arbeitshaltung lästert.

Aber es ist ja nicht so einfach, mit einer ganzen Horde wilder Weiber klarzukommen (‘Tschuldigung, Dennis!).

Er gibt natürlich Tage, an denen Herr Bücken nicht die nötige Energie aufbringen kann, uns zu bändigen und sich durchzusetzen. Diese Tage werden dazu genutzt, die existentiellen Dinge des Lebens - Männer (‘Tschuldigung, Dennis!) - zu diskutieren.

An anderen Tagen allerdings kann uns nicht einmal der Schlußgong davon abhalten weiter zu reden, zum Beispiel über die Auswahl des Rotweines für unsere (bis jetzt einzige) Kursfete.

Am 04. März 1994 war es dann endlich soweit! Wir waren alle gespannt auf Bücken-Castle mit Kunst und Kindern, und brachen auf ins unerforschte Bücken-Land: Jülich!

Fürs leibliche Wohl war bestens gesorgt; besonders Anja sprach dem von L. Bücken gespendeten Rotwein sehr zu, was zu ungewohnter Redseligkeit führte und was wiederum zu Freude des L. Bücken beitrug. Sie überhörte jedoch nicht die gemeine Bemerkung einiger Mitschüler(innen) zu ihrem Caramel-Pudding: "Oh Gott, der lebt ja noch!", und fertigte sie mit einem lauten "Das habe ich genau gehört!" ab.

Nachdem uns endlich einmal die Trommelkünste L. Bückens vorgeführt worden waren, was seine Kinder extrem vom Einschlafen abgehalten haben müßte, wurden wir über seine ersten Liebesabenteuer aufgeklärt (Doris!), was auch andere aufforderte, Anekdoten aus ihrem Leben preiszugeben.

Wir hatten alle zusammen einen tollen, gemütlichen Abend. Hoffentlich bleibt der erste nicht auch der letzte.

Wir werden die lustigen, oft auch tiefgreifenden Unterhaltungen im Kunst LK wohl sehr vermissen, und hoffen, uns auch später mal wieder treffen zu können.

(Maren Glagla, Yvonne Kehren)