Cusanus Gymnasiums Erkelenz
Abi-Jahrbuch 1994
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Tutorkurse

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Die Grundbausteine 
unserer Stufe:

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Grund- und
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Berichte und
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Leistungskurs Mathematik bei Herrn Porschen

Ein Exot unter den Mathe-Leistungskursen

Ein Exot ist dieser Kurs deshalb, weil er der einzige Mathematik-Leistungskurs ist, der kein Tutorkurs ist und weil er ziemlich bunt zusammen gesetzt ist. Der Kurs besteht zur Hälfte aus Physikern und aus etwa gleichen Teilen Chemikern und Franzosen. Einen vereinsamten Sozialwissenschaftler kann man in diesem Kurs auch finden.

In einem so bunt zusammen gewürfelten Kurs kann natürlich auch nicht immer "Friede, Freude, Eierkuchen" herrschen. Es gibt zum Beispiel das Problem, daß Physiker und Franzosen (insbesondere Klaus-Markus und Vanessa) sich nicht besonders gut verstehen. So kam es in den 2½ Jahren immer wieder zu rein mathematischen Auseinandersetzungen zwischen Vanessa und Klaus-Markus, die ganz sachlich ausgetragen wurden und lediglich hin und wieder hysterische Anfälle seitens Vanessa auslösten, die sogar einmal zu einer "gesalzenen" Auseinandersetzung führte.

Doch nicht nur dieses Leiden war uns mit auf den Weg gegeben worden. Der Chemiker Torsten (In eingeweihten Kreisen "Stampf-Stampf" genannt, wegen seiner Trampelei an der Tafel. Es sah immer so aus, als müßte er mal dringend zur Toilette!) hatte sich angewöhnt, Herrn Porschen bei seinen Erklärungen durch den Satz: "Ich habe aber einen anderen Lösungsansatz gewählt, kann der auch richtig sein?" zu unterbrechen. Ja, er hat es sogar geschafft den ganzen Kurs von der Plücker-Form zu begeistern, nachdem er wieder versucht hatte das Mathebuch auswendig zu lernen. Während dem Physiker Torsten die ganze Sache recht wenig zu interessieren schien und er mit dem Chemiker Torsten nur eins gemeinsam hatte: Das Zu-spät-Kommen!

In dieser Disziplin war auch Christian B. ein Meister, obwohl er, je näher wir auf das Abitur zu steuerten, immer öfter vor Herrn Porschen im Kursraum war. Vielleicht lag dies ja auch an den Verspätungen seitens Herrn Porschen, die zunahmen im Laufe der Zeit.

Doch jeder hatte eigentlich irgendeine Macke (auch wenn hier nicht jeder sein Fett weg bekommt). Andre konnte an allem etwas zu meckern finden und war sich dieser Tatsache auch bewußt. Frank mußte selbst im tiefsten Winter das Fenster geöffnet haben. Vielleicht war sonst die Gefahr ja zu groß, daß er einschlief oder sein Gehirn mangels Sauerstoff zu Fehlfunktionen neigte? Herr Porschen liebte es die Türen so zu zuknallen, daß die Wände wackelten, außerdem war er gnadenlos, wenn es um das Zu-spät-Kommen ging; jede Minute wurde auf das genaueste registriert. Ebenso war er sehr sparsam mit Kreide. Beim Tafelwischen wurde um die Zahlen und Zeichen, die in der nächsten Aufgabe noch mal vorkommen könnten, herumgewischt, damit das nächste Tafelbild mit möglichst wenig Kreideverbrauch entstehen konnte.

Christian R. drängte seine Kurssprecher in den Freistunden ständig zu Kursfeten. So kam es im Laufe der Zeit zu drei Kursfeten, die von mal zu mal von größeren kulinarischen Genüssen gezeichnet wurden, bei denen Frank vereinzelt Schwierigkeiten mit einem Parkplatz hatte. Doch neben diesem Genuß für die Lachmuskeln der Umstehenden und der Mitfahrer gab es alles von Salaten mit Brot und Frikadellen über Pizza zu Nudelauflauf á la Carbonara und Lasagne. Auch bei diesen Kursfeten waren wir Exoten; denn alles lief ganz gesittet ab (ohne Alkohol) und war spätestens um Mitternacht beendet. Ein ganz solider Kurs also, was war auch anderes zu erwarten?

Eine weitere Besonderheit aufgrund der Zusammensetzung, gab es bei der Studienfahrt. Da der Physik-Lk und der Chemie-Lk zusammen mit einem ganz "normalen" Mathe-Lk nach Prag fuhren, fuhren drei Viertel dieses Kurses auch gemeinsam auf Studienfahrt. Ob das am Kursklima lag?

Es gab in unserem Kurs in der OII auch Leute, denen das Kursklima anscheinend nicht gefallen hat; sie überlegten sich das noch einmal und flüchteten zu Deutschleistung bzw. zu einem nicht so exotischen Matheleistungskurs. Wobei den Flüchtling zum anderen Mathekurs nach der Studienfahrt doch etwas zu uns zurück zog; denn er bandelte kurzerhand mit Melanie an. Ansonsten tat sich nicht mehr viel an der Besetzung. Sowi-Marco kam zu uns und beglückte uns mit dem Satz: "Ja ja, ist schon klar, hab' alles verstanden.". Im letzten Jahr vor dem Abitur kam Chemiker Markus zur Truppe hinzu, und vor dem Endspurt in 13/2 verließ uns die Französin Christine. So sind wir letztendlich mit zwanzig Exoten, die sich unter Anleitung von Herrn Porschen auf das Abitur vorbereiten. Na, haben es alle geschafft?
 

(Stefanie Cohnen, Christoph Hantsch)