The AF
Es gibt viele verschiedene Typen in unserer Stufe. Es gibt Leute die einen
Notenschnitt von 1.3 haben und zu blöd sind bei McDonald's ein Essen
zu bestellen. Es gibt Leute, die »von Natur aus faul sind«,
und es gibt Leute, die im Skat bis 20 reizen und bei 18 weg sind. Es gibt
intelligente und es gibt satanistische Leute ("Fuck the hell!"). Manche
haben schwarze Haare oder blonde Glatzen; manche sind beliebt, begehrt
oder ordinär exorbitant.
Unter all den Ökos, Poppern, »Pussys«, Griechen, Bodybuildern,
Portugiesen, Deutschen, Bauern, Sozis, Juden, Türken, Heavys, Affen,
Schnittchen oder denen, aus denen nie etwas werden wird, gibt es einen,
der überall beliebt ist und den niemand so richtig ernst nimmt: "The
AF", alias Afschin Fakhr Douzdouzani (so steht es in seiner Geburtsurkunde)!
Seine nicht vorhandene Logik spiegelt sich nicht nur in seiner verwirrenden
Namensschreibung, sondern auch in seinem Lebenslauf wider: Als aserbaidschanischer
Iraner, in Wien geboren und Deutschland aufgewachsen, will er nach Amerika
auswandern.
Wen hat er nicht in seinen neun Jahren auf dieser Schule schon einmal
zum Lachen gebracht, ob in der Pause oder im Unterricht. Bekannt geworden
durch seine urige Dschungelstimme trieb er nicht nur den Schülern
Angst und Schrecken ein. Selbst so ruhige und ausgeglichene Lehrer wie
Kurt Jogmin zerschmetterten schon in gefrusteter Ekstase wegen AF schuleigene
Tafel-Geodreiecke. Doch der beredte und keinesfalls provokative AF hat
für solche brenzligen Situationen immer einen beruhigenden Spruch
parat: "Muß ich das jetzt bezahlen?".
Es gibt drei Dinge, die sein Leben bestimmen. Wem ist er damit nicht
schon unzählige Male auf die Eier gegangen: Zum einen ist es sein
Amerikawahn (Autos, Firmen etc.), zum anderen seine zukünftige Traumfirma
"AF INDUSTRIES, INC.", die niemals existieren wird. Die dritte und seit
längerer Zeit wichtigste Sache wollen wir hier nicht publik machen,
da sie zu persönlich ist. Nicht nur auf Grund der beiden erstgenannten
Hauptinteressen ist AF der kapitalistischste, materialistischste und geldsüchtigste
"Mensch", der je das CGE besucht hat. Er kann die Leute auch einzigartig
gut verarschen: Aus einem ekelhaften Pleite-Gesöff namens "Dr Pepper"
machte er mit einigen merkantilistischen Hilfsmitteln und seiner lockeren
Unverfrorenheit das beliebteste Pausengetränk auf dem O-Hof - mit
dem kleinen Nebeneffekt sein »neu entstandenes Investitionskapital«
(Zitat AF) um ca. 200% zu erhöhen.
Auch in anderen Beziehungen »färbte er ab«, was vor
allem im leicht perversen Musikstil ausartete. Jedoch AF in einer Führungsrolle?
Das kann sich wohl keiner vorstellen, schließlich steckt noch in
fast jedem von uns ein winziges Stückchen Humanität!!!
PS: Eventuelle Provokationen dieses Textes sollten nicht zu ernst genommen
werden!
(Volker Oehmke)