Cusanus Gymnasiums Erkelenz
Abi-Jahrbuch 1994
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Tutorkurs Englisch bei Frau Hoffmann /
Herrn Begrich

Shall I compare thee to a summer’s day?

Anfang Februar war es soweit - im großen Atrium unserer Schule zitterten knapp 200 Schüler, um zu erfahren, wer sie für die nächsten 2½ Jahre quälen würde. Für 19 Leute hieß es "Englisch LK" bei Frau Hoffmann. Wir hatten zwar keine Wahl, aber es war auch keine Qual, denn sie wurde sogleich zu unserer Ersatzmutti.

Nach einigen Wochen harten Englischunterrichts starteten wir zu einer Exkursion! "Auf zur Dinoausstellung nach Bonn!" Frau Hoffmann war voll im Dinofieber - ganz im Gegenteil zu uns.

Unsere zweite und letzte Exkursion war eine Tour zur CHIO nach Aachen. Nur für diejenigen unter uns, die Pferde lieben (Susannchen und Louisa, vielleicht auch noch Tanja und Sonja) war es ein gelungener Tag.

Nachdem wir uns so an Frau Hoffmann gewöhnt hatten und unsere Tutorfahrt (eigentlich mit Turkish Airways nach New York) nach Wien geplant war, wurde sie zunächst für einige Tage krank. Wochen der Ungewißheit folgten für uns, dann des Rätsels Lösung: Unsere "Mama" wurde Mama! Wir waren zunächst sehr traurig und zweifelten, ob wir nochmals soviel Glück haben würden ...

Die Begrich-Ära begann, eine Ära der Kursfeten und guten Ratschläge fürs Leben. Die Kursfeten fanden stets im Hause Begrich statt; es wurde bis spät in die Nacht getrunken, gegessen und erzählt. Der Kurs von Willi Klein war unser ständiger Begleiter - sowohl bei unseren einschlägigen Kursfeten als auch bei unserer Tutorfahrt nach Wien, eine Woche im Stundenhotel "Zur Blauen Donau" für ca. 500 DM!
Eines Nachts überraschten wir dort Papa Begrich und Willi, die leicht angetrunken waren, mit der Nachricht, daß das Hotel (von Harry Wynford empfohlen) nicht nur zur Unterbringung von armen Schülern und Lehrern gedacht war, sondern auch offen war für Damen, die "spezielle Wünsche" erfüllen. Willi in seinem überaus sexy gelben Schlafensemble stellte trocken fest, daß wir - die unter Schock standen - uns gut noch etwas dazuverdienen könnten.

Nicht nur unsere Nächte waren lang und anstrengend, sondern auch die kulturreichen Tage waren "exhausting"!

Zurück in "good old Germany" gab Herr Begrich uns - besonders gerne während Klausuren - wertvolle Ratschläge fürs Leben. So zum Beispiel: "Ich sage Euch eins, macht was aus Eurer Hochzeit" oder "Setzt Euch für Eure Kinder ein!"

In Bezug auf unser Abitur gab er uns folgende Ratschläge:
 

  • Eine Liste bereithalten, auf der notiert wird, was sämtliche Lehrer bezüglich Abithemen andeuten.
  • Ständig die Nachrichten verfolgen um in mündlichen Prüfungen damit zu glänzen.
  • "Extraordinary vocabulary", um Lehrer zu beeindrucken.
  • Sie sehen, Herr Begrich, dies alles - und noch viel mehr - ist in unserem Gedächtnis haften geblieben.

    Conclusion: We were not like a summer’s day but a winter’s night.