Cusanus Gymnasiums Erkelenz
Abi-Jahrbuch 1994
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Tutorkurse

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Die Grundbausteine 
unserer Stufe:

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Tutorkurs Französisch bei Frau Behnke

Vive la France (Endlich war es soweit)

Alle - das heißt fast alle (die fehlenden Personen wollen wir hier jetzt nicht namentlich nennen) trafen sich nach dreiwöchiger Osterpause zu unmenschlich früher Stunde vor unserer geliebten Schule (unser Gruß geht hiermit an Herrn Weltermann), da die Abfahrt für 8.00 Uhr vorgesehen war. Dieselbe erfolgte jedoch erst um 8.30 Uhr, da jemand (der Name bleibt wie oben erwähnt geheim ...) seinen persönlichen Weckdienst dringend benötigte. Nach diesen anfänglichen Schwierigkeiten verlief unsere Reise ohne größere Zwischenfälle - ganz abgesehen von der Tatsache, daß wir eine geschlagene Stunde brauchten, um nach Heinsberg zu kommen.

An dieser Stelle seien allerdings die leichten bis mittel schweren Auseinandersetzungen mit den Toilettenfrauen Frankreichs bzw. Belgiens erwähnt, die, handgreiflich werdend, ihr Trinkgeld verlangten ...

Um 18.05 Uhr erreichten wir dann unser erstes Ziel, "Bayeux". Die Stadt machte auf uns alle direkt einen netten Eindruck, doch schon ereilte uns das nächste Problem, das nicht unser letztes sein sollte - aber davon später. Wo war bloß unsere Jugendherberge? Die Aufstellung der Schilder ließ einiges zu wünschen übrig und verlangte, was die Richtung betraf, viel Phantasie.

Als wir nun endlich unser rettendes Ziel erreicht hatten, traf uns gleich der nächste Schicksalsschlag: Es gab nur Einzelzimmer und das hätte unweigerlich die Trennung von unserem nun doch schon so lieb gewonnenen "Busnebenmann", für die Emanzipierten unter uns natürlich "Busnebenfrauen" bedeutet, jedoch ließen wir direkt unsere Muskeln spielen und verwandelten die Einzelzimmer in jeweils ein Ankleidezimmer (welch ein Luxus!) und ein Zweibettzimmer. Wobei das Risiko des Aus-dem-Bett-fallens durch den geschickten Schmalbau (!) der Zimmer sehr gering gehalten wurde. Die Zeit, die wir zum Einrichten benötigten, wurde von uns knapp bemessen, da es eh keinen Platz zum Auspacken der Klamotten gab. Jeden Morgen bzw. Abend bestand das Ritual darin, lediglich den Koffer zwecks Entnahme der wichtigsten Dinge zu öffnen und danach wieder zu schließen.

Nach und nach stieg nun das Gefühl eines immer unerträglicher werdenden Hungers in uns hoch (wir hatten uns ja auch kräftig angestrengt ... ) - demnach stieg die Freude aufs Abendessen von Minute zu Minute an - bis ins Unermeßliche ... Im Speisesaal angekommen ereilte uns die nächste Ernüchterung: Es schien ein großes Mißverständnis vorzuliegen, da die Köche - vermutlich aufgrund der Sprachbarrieren - die Bestellung der Halbpension als "Halbportion" verstanden hatten.

Nach diesem Mahl begaben wir uns auf einen Erkundungsgang durch Bayeux, wobei einige ihrem Bedürfnis nach Nahrungsaufnahme schamlos nachgaben (Crepes, Pizza, Cidre etc.).

An diesem Tage fielen wir alle todmüde in die Betten und hielten unsere auf 24.00 Uhr vorgesehene Nachtruhe brav ein - aber das sollte sich ändern ...