Cusanus Gymnasiums Erkelenz
Abi-Jahrbuch 1994
- Vorwort
 

Tutorkurse

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- Deutsch (Martin)
- Biologie (Müller)
- Deutsch (Roeben)
- Mathematik (Schleicher)

 
Die Grundbausteine 
unserer Stufe:

- Sexta a
- Sexta b
- Sexta c
- Sexta d
- Sexta e
- Ansichten eines Seiten-
  einsteigers

 
Grund- und
Leistungskurse:

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- LK Sozialwissenschaften
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- LK Mathematik (Porschen)
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- GK Mathematik (Geiser)
- GK Mathematik (Jäger)
- GK Sozialwissenschaften (Exner)
- GK Biologie (Küppers)

 
Berichte und
Gedichte:

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- Anna Bolika
- Trilogium: Der Physianismus
- Theater AG der Oberstufe
- Der schwere Abschied von 
  Karl-Heinz Weltermann
- Entschuldigungen '94: 
  Kreativ muß man sein
- Die Cusanus Big-Band
- Die Astro-AG Dynastie
- Game over
- Impressum

Tutorkurs Mathematik bei Herrn Janschewski

Geschichten aus dem Laberkurs

Der Aushang vor der Zuweisung der Tutoren zeigte es an: Es gab zwei verschiedene Tutorkurse Mathematik. Der eine sollte bei Herrn Schleicher, der andere bei Herrn Janschewski stattfinden. Einige bei uns werden sich sicherlich Sorgen gemacht haben, ob man sich nun mit Herrn Schleicher herumschlagen müßte (ich gehörte übrigens auch zu diesen Personen!). Doch letztendlich hatten wir doch noch etwas Glück, denn unsere Namen tauchten nicht im Tutorkurs Schleicher auf. Also durften wir uns nun mit Herrn Janschewski abgeben. Wenigstens kein Neuland, denn einige kannten "Janosch" noch aus der Mittelstufenzeit (vor allem die Ehemaligen aus der "c" und diejenigen, die so wahnsinnig waren, im frühen Differenzierungsbereich Mathe-Aufbau zu wählen).

So wußten wir schon einigermaßen, was auf uns zu kam. Vielleicht aus diesem Grund wechselte Bastian Przibylla schon recht früh in den Martin-Kurs, sicher auch eine Art Flucht vor "Wääärner". Eine ähnliche Flucht hatte Reinhard Sentis bereits hinter sich. Er wurde am zweiten Tag dem Schleicher zugeordnet. Glück im Unglück, denn bereits am nächsten Tag konnte er wieder in unseren Tutorkurs zurückkommen.

Die gute Nachricht kam schon ganz zu Beginn unseres Leistungskurs-Daseins: Der erste Leistungskurs wurde auf fünf Stunden gekürzt, so daß wir einmal in der Woche eine Einzelstunde hatten. Dies war gleich doppelt positiv, denn es fiel nicht nur die eine Stunde weg, sondern meist auch die andere, da die Einzelstunde meist für Diskussionen und ähnliche Dinge verschwendet wurde; Unterricht fand in dieser Stunde nur sehr selten statt.

Von Anfang an kristallisierte sich jedoch noch ein Umstand heraus, der sich bis zum Ende unserer Oberstufen-Laufbahn nicht ändern sollte: Die Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den Tutorkursen Schleicher und Janschewski. Wir waren fast immer um einiges hinterher (was Werner natürlich nur eingestand), was uns aber eigentlich ganz recht war, wenngleich unser Kurs in der Stufe oft als "LK, gemeint Laberkurs" tituliert wurde. Dafür wissen wir wenigstens, wie man beim Skiweitsprung am besten die Skier halten sollte, um mit Hilfe von etwas Wind eine beachtliche Weite zu erreichen. Ätsch!!! Zudem haben wir den anderen Kursen eine ganze Menge Geschichten über das Lehrerkollegium voraus. Erwähnt werden sollte hier nur die Studienzeit von Herrn Janschewski, die Pelzer- und Tills-Anekdoten sowie zahlreiche Darstellungen seiner Nachbarschaft. So durften wir uns mindestens zweimal die Geschichte eines Nachbarn anhören, der im besoffenen Zustand die Haustüre mit einem Geldstück aufschließen wollte und dabei immer wieder mit dem Kopf gegen die Haustür schlug. Ebenso die Erzählung über die musikalischen Ständchen in den Nachbarwohnungen, die Herr Janschewski mit einer recht lauten Aufführung seiner Maria Callas-CDs rächte. Ganz abgesehen von den Geschichten über seine Karnevalskostümierungen, zum Beispiel als Steffi Graf (natürlich im Tennisrock und ohne Bart!). Allein diese Dinge gäben viel Stoff für diesen Bericht her, doch würde das den Rahmen um einiges sprengen.

Eine Person hätte wohl mit Sicherheit einen herben Verlust in unserem Kurs bedeutet: Thorsten Risch. Er führte immer wieder Diskussionen mit Herrn Janschewski und brachte zu jeder Aufgabe mindestens zwei alternative Lösungsideen, die man eigens in einem Buch hätte sammeln sollen. Aber zum einen führten viele dieser Ideen nicht zum Ziel, und zum anderen benötigte man wesentlich mehr Arbeit, um diese zu Wege zu verfolgen. Zudem verdanken wir Thorsten eine ganze Menge übelster Witze, die Herr Janschewski wiederum fast immer mit eindeutig zweideutigen Witzen beantwortete. Und mittels dieser Witze-Schlachten wurde der Unterricht zum einen aufgelockert und zum anderen unterdrückt.

Gleichfalls für gute Stimmung sorgten stets Markus und Michael Bodden (man glaubt es kaum, aber die beiden sind tatsächlich Zwillinge!). Ihre kleinen Keifereien sorgten stets für mancherlei köstliche Situation. Viele ihrer Äußerungen ("Mensch, bist Du doof!") ließen sich auch leicht auf andere Personen übertragen, so zum Beispiel für ... (setzt an dieser Stelle einfach den Namen einer Person ein, die Euch für geeignet erscheint!). Doch dazu sollte lieber nichts weiter gesagt werden ...

Berüchtigt waren anscheinend auch unsere Kursfeten. Insgesamt vier hatten wir im Laufe unserer Laufbahn, und die nächste ist bereits für kurz nach dem Abitur anvisiert. Der entsprechende Alkoholgenuß an diesen Abenden führte meist dazu, daß entsprechende Ausschweifungen entstanden. Erinnert werden soll hier nur die phantastische Tanzeinlage á la "Dirty Dancing" von Norbert und Okan.

Recht nett war wohl auch die Referendarszeit von Frau Schnabel in unserem Kurs. Ihre Unterrichtsreihe über Tuppel, Gauss-Algorithmen und ähnliche Dinge war ja gut gemeint, allerdings viel hängengeblieben ist dabei scheinbar nicht. Zumindest hat Frau Schnabel es sicherheitshalber unterlassen, den von ihr zu diesem Thema gestellten Test wieder an die Übeltäter zurück zu geben. Sie hat bestimmt ihre Gründe gehabt. Dennoch ließ sie es sich nicht nehmen, nach der Lehrprobe, die in Mathe etwas besser verlief als in Chemie, ein komplettes Frühstück für unseren Kurs auszugeben. Eine nette Geste, Frau Schnabel.

Das "Arbeitstier" im Kurs war stets Anke. Wo immer es etwas zu organisieren galt, blieb die meiste Arbeit immer an ihr hängen. Denn vorsichtshalber hatten wir sie stets zur Tutorkurs-Sprecherin gewählt, wobei ihr Dank für unser Vertrauen von Thorsten meist mit dem Ausruf "Ausziehen!" unterbrochen wurde. Für ihre Arbeit, die sie sich mit uns gemacht hat, möchten wir uns hier hezlich bedanken.

Viele Unterbrechungen des Unterrichts verdanken wir auch Okan, der es sich oft nicht nehmen ließ, unterrichtsfremde Diskussionen zu führen, worin er oftmals von Anke unterstützt wurde. Die beiden verband dabei zwei Dinge: Zum einen der Wohnort Erkelenz, und zum anderen die Tatsache, daß beide zu den meisten Mathe-Stunden zu spät kamen. Wahrscheinlich war die Erkelenzer Metro mal wieder nicht pünktlich gekommen, eine Vermutung, die sich spätestens seit unserer Parisfahrt in den Vordergrund drängte.

Es gäbe noch so viel zu erzählen, doch leider ist der Umfang des Jahrbuches begrenzt. Zudem soll auf der nächsten Seite schon unser Bericht von der Studienfahrt beginnen. Also möchte ich hier erst mal Schluß machen. Ich wünsche allen Mitgliedern unseres Kurses noch viel Erfolg bei ihrer weiteren Karriereplanung bis hin zum Manager (ähm, ja, meine ich ernst!). Ich nehme mal an, daß wir uns nicht aus den Augen verlieren werden, da Treffen unseres Kurses in bestimmten Abständen geplant sind. Also dürfen wir noch mit Sicherheit erfahren, ob Thorsten Mathelehrer wird und als Rache die Enkelkinder von Janosch unterrichten darf, und was so aus den anderen 15 Versagern unseres Kurses wird. Zudem wünsche ich Herrn Janschewski, daß sein Traum von einem Lottogewinn mit seinem Freund Tills Wirklichkeit wird. Vielleicht bleibt er ja dann einigen anderen Schülern als Lehrer erspart, weil er sich dann wohl lieber irgendwo in der Karibik herumtreiben wird ...

(Eric Horn)
 

Chaos in Paris - UI Jn war da

Bevor wir uns einen abbrechen, einen total verkorksten Bericht über unsere Fahrt nach Paris zu schreiben, erst mal vorab: Es war total super!

Nachdem wir frühmorgens bei strömenden Regen in Erkelenz abgefahren waren, hatte keiner gedacht, daß Paris - die Stadt der sich Liebenden (und wir liebten uns!) - uns mit strahlenden Sonnenschein empfangen würde.

Aber kaum in Paris angekommen, konnten wir unseren Tatendrang nicht mehr im Zaum halten: Auf zum Eiffelturm!

 
Endlich hatten wir alle den Eiffelturm fotografiert, wieder im Rucksack verstaut und tigerten weiter durch Paris. Doch waren wir wirklich in Paris? Eine zu heiß gewaschene Freiheitsstatue am Pont de Grenelle ließ uns doch sehr daran zweifeln.

Faszinierend fanden wir die Unterwelt von Paris - eine gute Sache, die Metro-Fahrerei, kam man doch sehr schnell von einem Ort zum anderen.

Wo wir gerade von Zeit sprechen: Was manche Leute so alles zählen! Eine Uhr am Centre Pompidou geht nämlich nicht, wie man vermuten könnte, vorwärts, sondern zählt die bis zum Jahr 2000 verbleibenden Sekunden rückwärts.

Centre Pompidou war sowieso irgendwie anders: Auch wenn die Pariser Bevölkerung für uns Provinzler etwas Besonderes ausstrahlte, war die Atmosphäre am Centre Pompidou beinahe unheimlich gemütlich zu nennen. Der Vorplatz des Centre Pompidou wimmelte nur so von Künstlern, Akrobaten und Musikern, die unter freiem Himmel auftraten. Und natürlich fehlten auch nicht solche Leute, die gerne zuhörten, zuschauten oder sich an den Programmen dieser Kleinkünstler beteiligten, so daß bei vielen Personen künstlerische Fähigkeiten zum Vorschein kamen.

Apropos künstlerische Fähigkeiten: Gleiches konnten einige von uns auch beweisen, als sie sich auf dem Vorplatz der Notre-Dame in komische Situationen verwickelt sahen:
 

Eine tragisch-komische Liebesgeschichte

Wenn es auch ohne Worte ging, aber die Aussagekraft der Darsteller war einfach überwältigend. Das schöne Fräulein Anke sah sich zwischen zwei wild entflammten Mannsbildern hin und her gerissen. Eine durchaus verständliche Situation, handelte es sich doch zum einen um einen gutaussehenden Fremden und einen überaus coolen und furchtlosen Thorsten. Von den darstellerischen Leistungen dermaßen beeindruckt schritten wir nicht einmal ein, als Thorsten seinen Rivalen heimtückisch ermordete. Doch das hätte er lieber nicht tun sollen; denn wie Frauen nun mal sind, beseitigen sie alles, was ihr Glück zerstört. (Ordnung muß schließlich sein, oder wie es so schön heißt: "Auge um Auge, Zahn um Zahn"). So ging er dahin, unser bedauernswerter Thorsten. (Wir werden seine [...] Kommentare vermissen!) Und wenn zwei sich streiten, freut sich bekanntlich der Dritte: Sofort wurde Anke vom sympathischen Pantomimen getröstet, der sie ganz unbeabsichtigt in diese Lage gebracht hatte. Doch wer unseren Thorsten kennt: Für einen wahren Helden geht es immer wieder bergauf. (Oder besser: Unkraut vergeht nicht.) Zur Ehrenrettung Thorstens müssen wir aber auch einräumen, daß ohne die von ihm stammenden Kommentare die meiste Zeit des Leistungskurses um einiges langweiliger gewesen wäre. Gleichwohl entschuldigt dies nicht seine weiteren Exzesse im Laufe der Studienfahrt. Erinnert sei hier nur an eine Begebenheit im Schloßpark von Versailles, auf die hier aber nicht näher eingegangen werden sollte, da diese Darstellung sowieso vom Zensor entfernt werden würde.

Und da auch wir alle Helden sind, haben wir es uns nicht nehmen lassen, auch den Eiffelturm zu besteigen. Nun, vielleicht nicht alle, aber doch einige, auch wenn's ein wenig Mut erforderte. Denn:
 

Auch Machos haben Angst ("wie sympathisch ...")

Einige von uns trauten sich erst die Stufen des Eiffelturms hinauf, nachdem sie einige Beruhigungstropfen zu sich genommen hatten. Aber zurück hatten wir Glück, weil wir den Aufzug nehmen konnten, was zum einen unserem Mut und zum anderen unseren Füßen entgegen kam.

Den Abschluß der Tutorfahrt haben wir noch mal kräftig gefeiert und - wie sollte es auch anders sein - natürlich unterm Eiffelturm. Dort erfüllten wir unserem Oberpleitegeier Janosch seinen Herzenswunsch - ein Hard Rock Café T-Shirt. Flüssige Nahrung kam natürlich auch hier nicht zu kurz.

 
Zum letzten Mal (für manche nicht zum allerletzten Mal, gell?) benutzten wir die Metro Richtung Jasmin, die uns zu unserem Nachtlager brachte; doch dort war noch lange nicht alles zu Ende - echt "evil" ...

Natürlich ließen wir keine kulturelle Sehenswürdigkeit von "A" wie "Aiffelturm" bis "Z" wie "Zacre Coer" in dieser immer lebendigen Stadt aus. Insgesamt: Paris war überwältigend, aber auch sehr, sehr anstrengend.
 

(Anke Vogt, Stefanie Mähler, Okan Cinkilic, Norbert Windeln, Eric Horn)