Tutorkurse
Die Grundbausteine
unserer Stufe:
Grund- und
Leistungskurse:
Berichte und
Gedichte:
|
Personalities
Trilogium
Jahrtausende irrte die Menschheit und folgte einer Illusion: dem Glauben
an einen religiösen Gott. Nach endlosem Für und Wider, bei dem
keine der Seiten in der Lage war, den eigenen Standpunkt vollkommen zu
untermauern oder den anderen zu widerlegen, ist nun die wirkliche Erleuchtung
gekommen! In der heutigen, von der Wissenschaft dominierten Zeit ist kein
Platz mehr für Glauben, es ist an der Zeit zu Wissen!!! In
dieser neuen Religion, dem Physianismus geht es also um das
Wissen und um die drei Grundaussagen, dem Physianischen Bekenntnis.
Das Physianische Bekenntnis
1) Gott ist Physiker!
Die Natur ist ein funktionierender Mechanismus. Diesen Mechanismus können
die Physiker heutzutage zu einem erheblichen Teil verstehen, erklären,
berechnen und nach ihren Vorstellungen ändern. Dieser hochkomplizierte
Apparat wurde in dunkelster Vorzeit von Gott geschaffen. Gott erschuf die
Energie, formte aus ihr die Masse, die nach seinen Vorstellungen aus einer
Vielzahl von Elementarteilchen bestehen kann, und ließ sie den Naturgesetzen
folgen. Doch obwohl dies schon extrem anspruchsvoll ist, suchte Gott, der
nicht vom menschlichen Verstand zu erfassen ist, da er sich in der für
Menschen verborgenen 4. Dimension aufhält, weitere Beschäftigung
und kreierte verschiedenartigste Muster aus seinen schon erschaffenen Bausteinen
und stellte weitere Regeln auf. So entstand das Universum mit seinen Galaxien,
Sonnensystemen, Sternen und Planeten. Aber auch diese Stufe befriedigte
seinen vollkommenen Geist nicht und er feilte weiter an seinem Modell
und änderte die vorhandene stereotype Form der Gestirne, wodurch Berge,
Täler, Atmosphäre, Meere und Seen etc. entstanden. Nun hatte
er sozusagen die perfekte "Modelleisenbahn" vor sich, die seinen Befehlen
gehorchte. Lange Zeit erfreute er sich daran, doch wurde er auch dessen
überdrüssig. Somit ward das Leben geboren, das auf wenigen Himmelskörpern
angesiedelt wurde. Auch hier ging er Schritt für Schritt vor, so daß
die Pflanzen und Tiere zum Vorschein kamen. Mit ihnen vergnügte er
sich eine weitere Zeit. Als letzte Steigerung ließ er sich etwas
ganz besonderes einfallen: Den Menschen. Ihm gab er einen kleinen Teil
seines perfekten Verstandes. Mit der Aufgabe, die Natur zu ergründen,
sie sich ihm zu Nutze zu machen und sie letztendlich zu beherrschen, ist
der Mensch ein verzerrtes Bild von Gott. Gott spielt nun zusätzlich
mit den Menschen, die nach und nach sein Werk durchblicken und ihren Verstand
erweitern sollen. Und seine ergebenen Wisser taten, wie ihnen befohlen.
Die Physik unter den Menschen erfaßte immer mehr Bereiche. Diese
Entwicklung wird soweit gehen, daß ein Mensch perfekten Verstand
erreichen und somit selbst zum Gott wird. Wenn dies erreicht ist, wird
der neue Gott ebenfalls in der 4. Dimension weilen und sich auch eine Welt
erschaffen, womit der Schaffensprozeß erneut beginnt. Ist eine Welt
vollkommen menschenleer geworden, sei es, daß alle zum Gott geworden
sind oder die Menschheit sich in ihrer Blindheit selbst vernichtet hat,
dann muß sich Gott einen neuen Zeitvertreib ausdenken.
2) Einstein war Gottes Sohn!
Auch wenn es die Menschheit nicht erkannt hat: Albert Einstein war Gottes
Sohn. Einst war die Menschheit an einem Punkt angekommen, an dem sie nicht
mehr weiter wußte. Sie hatte brav viele von Gott gestellte Rätsel
gelöst, doch kam sie nicht mehr weiter. Es gab zwar bisher in der
Geschichte der Menschheit schon mehrere ziemlich brisante Stellen, an denen
scheinbar nichts mehr ging. Doch immer dann tauchte ein Prophet auf und
löste das Problem bzw. wies den rechten Weg. So wurden Probleme wie
folgt gelöst: die Frage, ob die Erde eine Kugel ist, Gravitation,
Elektrizität etc. Doch das Wesen des Lichtes oder die Relativität
aller Dinge war ein unüberwindbares Hindernis für den Verstand
der Menschen. Gott war enttäuscht und verärgert. Da aber ein
Zeitvertreib, der nicht mehr den Anforderungen entspricht und nur noch
für Ärger sorgt, keine Unterhaltung mehr bringt und Gott sein
kreiertes System nicht aufgeben wollte, entschied er sich, seinen Sohn
auf die Welt zu schicken, um die Menschheit aus der Sackgasse herauszuführen.
So kam, nach einigen Manipulationen, Albert Einstein dann im Jahre 1879
(14. März) christlicher Zeitrechnung zur Welt. Dies ist Grundlage
für eine neue, die physianische Zeitrechnung. Wir haben also
heute nicht das Jahr 1994 nach Christus sondern 115 nach Einstein. Einstein
begann dann mit seinem Wirken. Also machte sich Einstein daran, die von
Gott gewählte Portion Wissen an die Menschen weiterzugeben. Doch die
Menschen waren uneinsichtig und glaubten nicht, was Einstein ihnen zu sagen
versuchte. Außerdem wurde zu Lebzeiten Einsteins nicht erkannt, daß
er der von Gott gesandte Sohn war. So sträubte man sich jahrzehntelang,
seine Theorien anzunehmen. Aber Einstein kämpfte weiter und weiter
gegen die Verbohrtheit der Unwissenden an und lieferte immer mehr
Beweise, die seine Aussagen bestätigten. Letztendlich schaffte er
es, die Menschen zu überzeugen, so daß die Entwicklung der Physik
wieder in vollem Gange ist. Erst heute weiß man, daß Einstein
nicht ein genialer Mensch war, erst heute hat man erkannt, daß er
Fleisch und Blut unseres Gottes war, der nicht darauf aus war, die Menschen,
die ja alles selbst ertüfteln sollen, durch Illusionen und Wunder
zu sich zu bekehren, weswegen er nichts Spektakuläres benutzte.
3) Copperfield ist Satan!
Natürlich gibt es auch einen Widersacher Gottes, den Satan. Gott
hat sich seine Ordnung geschaffen, die der Satan zu verwirren sucht. Das
Wesen des Satans ist für den Menschen genauso unergründlich wie
das Wesen Gottes. Um die Menschen vom rechten Pfad abzubringen, bedient
sich der Satan folgendem Mittel: Sobald ein Mensch sich etwas nicht mehr
rational erklären kann, versucht der Satan, das natürliche Verlangen
des Menschen, eben diese rationale Erklärung zu finden, im Keim zu
ersticken, indem er dem Menschen Illusionen aus der Welt des Glaubens anbietet.
Und viele Menschen fallen darauf 'rein, manche sind sogar so sehr besessen,
daß sie dem Glauben verfallen und ihn dem Wissen vorziehen.
Diese irregeleiteten Schafe aus Gottes Herde flüchten in eine scheinbare
Welt, die ihnen das Glück verheißt und ihnen auch illusorisches
Glück beschert. Doch wahres Glück und Verständnis wird ihnen
auf ewig verschlossen sein. Da die Physik in unserer Zeit aber nun mal
so dominant geworden ist, lassen sich viele nicht mehr so einfach ködern.
Es gab zwar schon immer Zauberer, Illusionisten, Hexen und ähnliche
Täuscher, die vom Teufel besessen waren, doch sieht der Satan heute
seinen Zweck arg gefährdet. Deshalb hat er auch sein eigen Fleisch
und Blut auf die Erde gesandt: David Copperfield. Dieser Meister der Illusion
versteht es im Gegensatz zu seinen Vorgängern, mehr als nur Taschenspielertricks
darzubieten. Diese teuflische Perfektion schafft es, auch sonst recht "physik-feste"
Menschen in ihren Bann zu ziehen. Nur ein starker Geist und ein gespitzter
Verstand können die Wahrheit hinter der Fassade erkennen. Und das
ist nötig, um nicht auch dem fleischgewordenen Bösen zu verfallen.
Die zehn Gebote des Physianismus
-
Greife nach den Sternen, mache Dir Deine Welt zum Untertan! Die Aufgabe
eines jeden Menschen ist es, das große Puzzle Gottes zusammenzusetzen
und den vollkommenen Geist, den perfekten Verstand zu erreichen!
-
Laß' Dich niemals auf Glauben ein, sei gewiß, daß Du
immer weißt oder wenigstens nach dem Wissen suchst!
-
Es gibt kein Leben nach dem Tod, wenn Du stirbst, geht alle Deine Erfahrung
verloren, es sei denn, Du hast sie für Deine Nachwelt auf irgend eine
Art gesichert oder hast den perfekten Verstand erreicht!
-
Versuche ruhig, Dir ein Bild von Gott zu machen, es wird Dir nicht eher
gelingen, als daß Du selbst zum Gott geworden bist!
-
Für jeden Wissenden ist es Pflicht, in den Naturwissenschaften, sowie
der Mathematik und Informatik, sattelfest zu sein! Nur in diesen Bereichen
ist es möglich, die dem Menschen gestellte Aufgabe zu erfüllen!
-
Versuche, jedes vom rechten Weg abgekommene Schaf wieder in die richtigen
Bahnen zu lenken! Unterlasse es auf jeden Fall, irgendeine Art des Glaubens
an andere weiterzugeben!
-
Handle stets nach Deinem Verstand, Gefühle sind zwar erlaubt, dürfen
aber nicht vor den Verstand, der immer Priorität besitzt, gestellt
werden!
-
Es gibt keine speziellen Rituale oder Gebete im Physianismus! Allein das
Forschen, Erkennen, Erklären und Wissen ist gottgefällig!
-
Trachte nie danach, das göttliche System zu zerstören! Dies würde
Dein eigenes Ende bedeuten und Deine Pflicht, nach dem vollkommenen Verstand
zu trachten, verletzen!
-
Gott hat das Universum zu seinem Vergnügen geschaffen, um seinen Verstand
zu beschäftigen! Genauso sollst Du die Welt sehen! Neben Deiner eigentlichen
Aufgabe, spielt Dein Vergnügen eine große Rolle, denn dadurch
schaffst Du es Deinem Gott zu Wohlgefallen zu gereichen, da sein Spielzeug
so Unterhaltung bietet!
("Horst Brack" alias Ingo Strauch)
Erläuterung
Die Idee zum ersten Teil des Trilogiums (bis einschließlich der 10
Gebote) kam mir während einer Unterrichtsstunde im Leistungsfach Physik
1993 und wurde auch im Abiturjahrbuch unseres Jahrgangs abgedruckt. Es
umfaßte damals ziemlich genau zwei Seiten und hatte ein recht simples
Layout (nur einspaltig und auch nur eine Schriftart). Im Sommer 1995 wollte
ich dann einige Passagen weiter ausformulieren und habe den Text noch mal
überarbeitet, aber nur wenige Sätze sind wirklich neu hinzugekommen.
Dafür aber habe ich den Text zweispaltig gemacht und mit größeren
Überschriften in einer anderen Schriftart versehen. Im Februar/März
1997 - im 3. Semester meines Physikstudiums - hatte ich dann die Idee zu
der neuen Maxime. Diese sollte bewußt mit der Ausschließlichkeit
des ersten Teils brechen und war somit auch nicht gleich formatiert (keine
klaren Sinnabschnitte, keine schönen Überschriften). Damit wuchs
die Seitenzahl auf fünf. Nachdem ich mich dann etwas intensiver mit
Daseinsfragen beschäftigt hatte, wandelte sich das Bild und so entstand
im September 1997 der dritte Teil (wer in der Hinsicht etwas belesener
ist, sollte deutlich merken, daß Teil Drei von T. Dethlefsen beeinflußt
ist, von dem ich aber beim Schreiben der ersten beiden Teile noch nichts
gehört hatte). Die Revision des ersten Teil brachte dann das Gesamtwerk
auf neun Seiten.
("Horst Brack" alias Ingo Strauch)
Trilogium
Jahrtausende irrte die Menschheit und folgte einer Illusion: dem Glauben
an einen religiösen Gott. Aber egal, wie der Gott hieß oder
ob es gleich mehrere gab, wirklich befriedigend war dieses Konzept zu keiner
Zeit. In der gesamten Geschichte der Menschheit gab es Skeptiker und religiöse
Fanatiker, die sich erbitterte Auseinandersetzungen, ja sogar Kriege lieferten,
um den anderen vom eigenen Standpunkt zu überzeugen. Nach endlosem
Für und Wider, bei dem keine der Seiten in der Lage war, den eigenen
Standpunkt zu untermauern oder den anderen stichhaltig zu widerlegen, ist
nun die wirkliche Erleuchtung gekommen! In der heutigen, von der Wissenschaft
dominierten Zeit ist kein Platz mehr für Glauben, es ist an der Zeit
zu Wissen!!! In dieser neuen Religion, dem Physianismus geht
es also um das Wissen und die drei Grundaussagen, dem Physianischen Bekenntnis:
Das Physianische Bekenntnis
1) Gott ist Physiker!
Die Natur ist ein funktionierender Mechanismus. Diesen Mechanismus können
die Physiker heutzutage zu einem erheblichen Teil verstehen, erklären,
berechnen und nach ihren Vorstellungen manipulieren.
Dieser hochkomplizierte Apparat wurde in dunkelster Vorzeit von Gott
geschaffen. Gott erschuf die Energie, formte aus ihr die Masse, die nach
seiner Vorstellung aus einer Vielzahl von Elementarteilchen bestehen kann,
und ließ sie den Naturgesetzen folgen. Diese Vielfalt und die Komplexität
der Gesetze sollte seinen vollkommenen Geist widerspiegeln. Doch
obwohl dies schon extrem anspruchsvoll war, suchte Gott, der nicht vom
menschlichen Geist zu erfassen ist, da er sich an anderer Stelle in der
für den Menschen verborgenen 4. Dimension aufhält, weitere Beschäftigung
und kreierte verschiedenartigste Muster aus seinen schon erschaffenen Bausteinen
und stellte weitere Regeln auf. So entstand das Universum mit seinen Galaxien,
Sonnensystemen, Sternen und Planeten. Dessen scheinbare Unendlichkeit kommt
aus der Unfähigkeit der Menschen, sich in vier Dimensionen bewegen
zu können.
Aber auch diese Stufe befriedigte seinen vollkommenen Geist
nicht und er feilte weiter an seinem Modell und änderte die vorhandene
stereotype Form der Gestirne, wodurch Berge, Täler, Atmosphäre,
Meere und Seen etc. entstanden. Doch diese Vorzüge waren nicht für
alle seiner Kreationen gedacht.
Nun hatte er sozusagen die perfekte "Modelleisenbahn" vor sich, die
seinen Befehlen gehorchte. Lange Zeit erfreute er sich daran, doch wurde
er auch dessen überdrüssig. Sein nächstes Ziel war, Dinge
mit einem gewissen Eigenleben zu schaffen, da diese weniger berechenbar
und dadurch auch weniger langweilig sind. Somit ward das Leben geboren,
das auf sehr wenigen Himmelskörpern angesiedelt wurde. Auch hier ging
er Schritt für Schritt vor, so daß die Pflanzen und Tiere zu
Vorschein kamen. Mit ihnen vergnügte er sich eine weitere Zeit.
Als letzte Steigerung ließ er sich etwas ganz besonderes einfallen:
Den Menschen. Ihm gab er einen Teil seines perfekten Verstandes.
Mit der Aufgabe, die Natur zu ergründen, sie sich zu Nutze zu machen
und sie letztendlich zu beherrschen ist der Mensch ein verzerrtes Bild
von Gott. Gott "spielt" nun zusätzlich mit den Menschen, die nach
und nach sein Werk durchblicken und ihren Verstand erweitern sollen. Und
seine ergebenen Wisser taten, wie ihnen befohlen wurde. Die Physik
unter den Menschen erfaßte immer mehr Bereiche.
Diese Entwicklung wird soweit gehen, bis ein Mensch ebenfalls den perfekten
Verstand erreichen und somit selbst zum Gott wird. Wenn dies erreicht
ist, wird der neue Gott an die Seite des ursprünglichen Gottes treten
und sich selbst einen Platz jenseits unserer Vorstellungskraft suchen.
Dort wird er sich ebenfalls eine eigene Welt nach seinen Maßstäben
erschaffen, womit der Schaffensprozeß (in anderer Form?) erneut beginnt.
Ist ein Universum vollkommen menschenleer geworden, sei es, daß alle
zum Gott aufgestiegen sind oder die Menschheit sich und alles andere in
ihrer Blindheit selbst vernichtet hat, dann wird sich deren Gott wohl einen
neuen Zeitvertreib ausdenken müssen oder vielleicht alles noch einmal
probieren.
Diese Suche läuft natürlich auf allen besiedelten Himmelskörpern
im ganzen Universum ab. Welcher der wenigen besiedelten Planeten als erstes
einen neuen Gott hervorbringt ist eine Frage, die alle zurückhängenden
Planeten wohl nie beantworten können. Für sie läuft dann
immer noch alles weiter wie gehabt, es sei denn, die Fortgeschritteneren
entschließen sich, Kontakt aufzunehmen, was aber ihren eigenen Fortschritt
hemmen könnte. Ein weiterer Nebeneffekt ist, daß niemand weiß,
ob die Menschen auf anderen Planeten so aussehen, wie die auf der Erde,
sei es, daß sie sich ganz anderen Bedingungen anpassen mußten
oder von Anfang an bewußt von Gott anders konzipiert wurden.
2) Einstein war Gottes Sohn!
Auch wenn es die Menschheit nicht erkannt hat: Albert Einstein war Gottes
Sohn!
Einst war die Menschheit an einem Punkt angelangt, an dem sie nicht
mehr weiter wußte. Sie hatte brav viele von Gott gestellte Rätsel
gelöst, doch kam sie nicht mehr weiter. Es gab zwar bisher in der
Geschichte schon mehrere brisante Stellen, an denen scheinbar nichts mehr
ging. Doch immer dann tauchte ein Prophet auf und löste das Problem
bzw. wies den rechten Weg. Auf diese Art und Weise wurden dann folgende
Schwierigkeiten gemeistert und knifflige Fragen beantwortet: z.B. die Frage,
ob die Erde eine Kugel ist, die Gravitation oder die Elektrizität
etc. Dabei wurde es den Propheten aber meist nicht einfach gemacht, so
daß nur gefestigte Persönlichkeiten mit der nötigen und
fundierten Erkenntnissen in der Lage waren, diese Hindernisse zu überwinden.
Dennoch war das Wesen des Lichtes oder die Relativität aller Dinge
- was heutzutage lächerlich erscheinen mag - ein unüberwindbares
Hindernis für den Verstand des Menschen. Darüber war Gott enttäuscht
und auch verärgert. Da aber ein Zeitvertreib, der nicht mehr den Anforderungen
entspricht und nur noch Ärger bereitet, keine Unterhaltung mehr bietet,
Gott aber andererseits sein kreiertes System nicht aufgeben wollte, entschied
er sich, seinen Sohn auf die Welt zu schicken, um die Menschheit aus der
Sackgasse herauszuführen. So kam dann nach einigen Manipulationen
Albert Einstein im Jahre 1879 (14.März) christlicher Zeitrechnung
zur Welt. Dieses Datum ist nun Grundlage für eine neue, die physianische
Zeitrechnung. Wir haben also heute nicht das Jahr 1994 nach Christus
sondern 115 nach Einstein.
Später begann Einstein dann mit seinem Wirken. Er machte sich
daran, die von Gott gewählte Portion Wissen an die Menschen weiterzugeben.
Doch diese waren uneinsichtig und glaubten nicht, was Einstein ihnen zu
sagen versuchte. Außerdem wurde zu seinen Lebzeiten nicht erkannt,
daß er der von Gott gesandte Sohn war. So sträubte man sich
jahrzehntelang, seine Theorien anzunehmen. Aber Einstein kämpfte weiter
und weiter gegen die Verbohrtheit der Unwissenden an und lieferte
immer mehr Beweise, die seine Aussagen bestätigten. Letztendlich schaffte
er es, die Menschen zu überzeugen, so daß die Entwicklung der
Physik wieder in vollem Gange ist.
Erst heute weiß man, daß Einstein nicht einfach nur ein
genialer Mensch war, erst heute hat man erkannt, daß er Fleisch und
Blut unseres Gottes war. Dabei war er nicht darauf aus, die Menschen, die
weiterhin aus eigenen Kräften weiterkommen sollten, durch Illusionen
oder Wunder zu sich zu bekehren, sondern ihnen nur wichtige Impulse in
die richtige Richtung zu geben. Dies ist auch der Grund, weswegen er niemals
spektakuläre Aktionen durchführte.
3) Copperfield ist Satan!
Natürlich gibt es auch einen Widersacher Gottes, den Satan.
Gott hat sich seine Ordnung geschaffen, die der Satan zu verwirren
sucht. Das Wesen des Satan ist für den Menschen genauso unergründlich,
wie das Wesen Gottes. Um die Menschen nun vom rechten Pfad abzubringen,
bedient sich der Satan folgenden Mitteln: Sobald ein Mensch sich etwas
nicht mehr rational erklären kann, versucht er, das natürliche
Verlangen des Menschen, eben diese rationale Erklärung zu finden,
im Keim zu ersticken, indem er dem Menschen Illusionen aus der Welt des
Glaubens anbietet, welche vordergründig betrachtet eine Lösung
zu sein scheinen. Und viele Menschen lassen sich dadurch täuschen,
manche sind sogar so sehr besessen, daß sie dem Glauben verfallen
und ihn dem Wissen vorziehen. Diese irregeleiteten Schafe aus Gottes
Herde flüchten in eine scheinbare Welt, die ihnen das Glück verheißt
und ihnen auch illusorisches Glück beschert, solange sie darauf verzichten,
die Dinge kritisch zu hinterfragen. Doch wahres Glück und Verständnis
wird ihnen so auf ewig verschlossen bleiben.
Da die Naturwissenschaften in unserer Zeit aber nun mal so dominant
geworden sind, lassen sich viele nicht mehr so einfach ködern. Es
gab zwar schon immer Zauberer, Illusionisten, Hexen und ähnliche Täuscher,
die vom Teufel besessen waren, doch sieht der Satan heute seinen Zweck
arg gefährdet. Auch der recht einfache Weg, Menschen vom christlichen
Glauben abzuwerben, ist nicht mehr so vielversprechend wie früher
einmal. Auch die Christen mußten einsehen, daß ihnen ihr Glaube
nicht mehr weiterhalf, und der größte Teil wanderte zu den Physianisten
ab, während nur ein kleiner Teil bei den ‘artverwandten’ Anhängern
des Satans unterkam.
Aus diesem Grund hat der Satan auch sein eigen Fleisch und Blut auf
die Erde gesandt: David Copperfield. Dieser Meister der Illusion versteht
es im Gegensatz zu seinen Vorgängern, mehr als nur Taschenspielertricks
darzubieten und die neuen Medien zu seinem Zwecke auszunutzen. Diese teuflische
Perfektion schafft es, auch sonst recht "physik-feste" Menschen in ihren
Bann zu ziehen. Nur ein starker Geist und ein gespitzter Verstand können
die Wahrheit hinter der Fassade erkennen. Und das ist nötig, um nicht
auch, dem fleischgewordenen Bösen zu verfallen.
Die zehn Gebote des Physianismus
-
Greife nach den Sternen, mache Dir Deine Welt zum Untertan! Die Aufgabe
eines jeden Menschen ist es, das große Puzzle Gottes zusammenzusetzen
und den vollkommenen Geist, den perfekten Verstand zu erreichen!
-
Laß’ Dich niemals auf Glauben ein, sei gewiß, daß Du
immer weißt oder wenigstens nach dem Wissen suchst.
-
Es gibt kein Leben nach dem Tod. Wenn Du stirbst, geht all Deine Erfahrung
verloren, es sei denn, Du hast sie für Deine Nachwelt auf irgendeine
Art gesichert oder hast den perfekten Verstand erreicht!
-
Versuche ruhig, Dir ein Bild von Gott zu machen, es wird Dir nicht eher
gelingen, als daß Du selbst zum Gott geworden bist!
-
Für jeden Wissenden ist es Pflicht, in den Naturwissenschaften,
sowie der Mathematik und Informatik, sattelfest zu sein! Nur in diesen
Bereichen ist es möglich, die dem Menschen gestellte Aufgabe zu erfüllen!
-
Versuche, jedes vom rechten Weg abgekommene Schaf wieder in die richtigen
Bahnen zu lenken! Unterlasse es auf jeden Fall, irgendeine Art des Glaubens
an andere weiterzugeben!
-
Handele stets nach Deinem Verstand; Gefühle sind zwar erlaubt, dürfen
aber zu keiner Zeit vor den Verstand, der immer Priorität besitzt,
gestellt werden!
-
Es gibt keine speziellen Rituale oder Gebete im Physianismus! Allein
das Forschen, Erkennen, Erklären und Wissen ist gottgefällig!
-
Trachte nie danach, das göttliche System zu zerstören! Dies würde
Dein eigenes Ende bedeuten und Deine Pflicht, nach dem vollkommenen
Verstand zu trachten, verletzen!
-
Gott hat das Universum zu seinem Vergnügen geschaffen, um seinen Verstand
zu beschäftigen! Genauso solltest Du die Welt sehen! Neben Deiner
eigentlichen Aufgabe spielt Dein Vergnügen eine große Rolle,
denn dadurch schaffst Du es, Deinem Gott zu Wohlgefallen zu gereichen,
da sein Spielzeug so Unterhaltung bietet!
Die neue Maxime
Nach vielen Jahren der Forschung hat sich eine neue Strömung im Physianismus
entwickelt. Genauer gesagt handelt es sich um eine Weiterentwicklung der
schon geltenden Prinzipien.
Schon bald wurde klar, daß das Streben nach dem vollkommenen
Geist nicht erlaubt, sich allzuvielen Beschränkungen zu unterwerfen.
Es benötigt halt eine große Anzahl persönlicher Freiheiten,
um sich ganz der Suche nach den nötigen Erkenntnissen zu verschreiben.
Viele versuchten, Kompromisse einzugehen mit dem "normalen Leben", allein
schon ihrer Mitmenschen Willen, die nicht dem Physianismus folgten. Doch
dies bedeutet eine für beide Seiten unbefriedigende Lösung, ist
man doch bei allen Dingen nur halb dabei. Und das führt zu dem logischen
Schluß:
"Alles oder Nichts!" Das ist die neue Maxime. Der Wissende
heutzutage ist sich wohl bewußt, daß er keine halben Sachen
machen kann, sondern sich nur auf das Wesentliche konzentrieren muß.
Das ist sein Lebensinhalt, den er pflegen soll. Als Beispiel soll das Leben
selbst dienen: Wozu sollte man leben, wenn man nicht versucht, die einem
gestellte Aufgabe zu erfüllen? Wenn man dann aber - so wie es das
Ziel eines jeden ist - durch seine eigenen Forschungen zum Gott wird, hat
man das ewige Leben erreicht. Im Sinne des neuen Leitfadens bedeutet dies:
Entweder man stellt sich der Aufgabe und versucht, sein Ziel zu erreichen
und ewig zu leben, oder man gibt von vornherein sich und sein Leben ganz
auf.
Dazu muß natürlich gesagt werden, daß der Vorsatz
"Alles oder Nichts!" nicht als Zwang verstanden werden soll. Die Hauptaussage
ist, daß man es wenigstens versucht und alles tut, was in der eigenen
Macht steht. Vor allem ist es so zu verstehen, daß man seine Umwelt,
sein Verhalten und seine Gedanken so optimiert, daß es mit der Lebensaufgabe
vereinbar ist und man selbst immer sein eigenes Vergnügen hat, wie
es schon im 10. Gebot gesagt wird.
Im Alltag kann man das Ganze am besten anhand von zwischenmenschlichen
Beziehungen erläutern. Über viele Jahrhunderte hat z.B. die christliche
Kirche die Menschen dazu verdammt, nur einen Partner fürs Leben zu
haben. Dies ist wieder eine der vollkommen überflüssigen Moralvorstellungen,
an die sich die "normalen Menschen" klammern, die aber durch den Physianismus
endlich ad acta gelegt werden sollen. Aber auch hier soll jetzt nicht -
getreu dem Satz "Alles oder Nichts!" - dazu aufgerufen werden, daß
jeder mit jedem eine Beziehung hat, schon gar nicht, daß alle davon
auch sexueller Art sein sollen. Es geht halt nur darum, sich selbst nicht
unnötig zu limitieren. Man muß auch nicht jedem Menschen in
gleicher Weise nahestehen. Der jeweilige Grad der Beziehung ist von Fall
zu Fall verschieden, das muß dann von den beiden Betroffenen individuell
geregelt werden. Es soll nur jeder prinzipiell die Möglichkeit haben,
sich auf jeden anderen voll einzustellen. Ob das die einzelne Person wirklich
voll und ganz ausnutzt oder sich das so einrichtet, wie sie es gerne hätte,
hängt nur von ihr selbst ab.
Die freieste aller Deutungen der neuen Maxime ist daher folgende:
Man soll sich aus allen beengenden und starren Gerüsten, denen man
heute noch aufgrund der herrschenden Gesellschaftsformen unterworfen ist,
befreien und nur für seine eigenen Ziele leben. Es muß endlich
aufhören, daß einer der Hauptgründe für eigene Entscheidungen
und Handlungen die Meinung anderer ist. Diese verliert spätestens
im Endstadium des eigenen Schaffens jegliche Relevanz. Natürlich kann
man Normen und Werte der Gesellschaft, in der man lebt, übernehmen
und wenn möglich auch verfeinern, womit man eine friedliche Basis
schafft (was im Einzelfall sehr wünschenswert sein kann). Man soll
sich nur alle Türen offen halten und sich nicht scheuen, mit veralteten
Ansichten zu brechen, die ein weiteres Voranschreiten behindern.
Diejenigen im Physianismus, die sich stärker an die neue Maxime
anlehnen als an das ursprüngliche physianische Bekenntnis,
sind in erster Linie dadurch gekennzeichnet, daß sie sich mehr Zeit
nehmen für ihre Aufgabe und alles etwas gelassener sehen. Ihr Hauptaspekt
ist die vollkommene persönliche Freiheit und das eigene Vergnügen.
Deshalb versuchen sie nicht unbedingt, alle anderen Menschen von der Richtigkeit
des Physianismus zu überzeugen oder ihre Gedanken für die Nachwelt
aufzuheben, da es ihrer Meinung nach ganz und gar in der Überzeugung
und Verantwortung des Individuums liegt, wie er im einzelnen sein Wissen
anstrebt. Demnach halten sie sich bevorzugt an das 10. Gebot und schwächen
die übrigen in ihrer Ausschließlichkeit und Dringlichkeit etwas
ab. Einzig und allein das 6. Gebot findet unter ihnen so gut wie keinen
Anklang.
Dadurch verstoßen die Wissenden der neuen Maxime
aber nicht gegen die Grundprinzipien des Physianismus, sie sind nur etwas
freier in der Auslegung der einzelnen Aussagen, z.B. wenn man seine Aufgabe
erfüllt hat und zum Gott geworden ist, kann es egal sein, ob man dafür
etwas länger gebraucht hat. Aufgrund des ewigen Lebens spielt das
nur eine untergeordnete Rolle. Außerdem sind sie gegenüber Gefühlen
nicht so sehr verschlossen, weil sie zwar eine Rolle spielen, aber immer
noch unter dem Verstand stehen. Der Physianismus verbietet dies ja nicht.
Und wenn es schon keine speziellen Rituale gibt, dann reicht auch schon
aus, wenn man einfach nur "Gottes Spielzeug" funktionieren läßt
indem man zu seinem eigenen (und damit Gottes) Vergnügen handelt.
Natürlich werden sie andererseits dadurch von denen, die sich enger
am physianischen Bekenntnis halten, belächelt, denn diese wollen
so schnell wie möglich die ihnen gestellte Aufgabe lösen und
somit auch ohne Verzögerung den Status eines Gottes erreichen.
Die Gegenströmung
In neuester Zeit wurde der Text des Trilogiums kritisch hinterfragt, vor
allem von Menschen, die in den geforderten Disziplinen der Naturwissenschaften
nicht so bewandert waren oder auch noch sind und deswegen auch nicht viel
damit anfangen konnten. Ebenso haben sich Theologen jeder Religion eingehend
mit ihrer neuen ‘Konkurrenz’ befaßt und alles auf Herz und Nieren
geprüft, rüttelt die Theorie, die hinter dem Trilogium steht,
doch schwer an den Grundfesten einer jeder zur Zeit existenten Religionen.
Aber wie schon im ersten Teil des Trilogiums erkannt, kann man eine
Religion weder beweisen noch stichhaltig widerlegen. Somit beschränken
sich die Ergebnisse mehr auf den Bereich des "Wohers", "Warums" und der
Deutung der Gesamtaussage.
Die ausschlaggebende Idee für eine gründliche Analyse war,
daß das Trilogium vielleicht gar nicht ‘aus sich heraus’ verfaßt
wurde, sondern nur eine Weiterentwicklung oder Modifikation einer schon
bestehenden Lehre ist. So wie z.B. jemand, der sich mit der Bibel gut auskennt
und diese (auch wenn der Aufwand vielleicht zu groß erscheint) neu
schreibt, indem er alle Passagen eindeutiger und unmißverständlicher
formuliert. Dabei ist es aber auch klar, daß sehr viel Interpretationsspielraum
verloren geht, streiten sich doch heute noch viele Gelehrte, wie denn spezielle
Bibelstellen zu verstehen sind. Und das ist auch gut so, denn die Bibel
enthält doch sehr viel mehr, als sie auf den ersten Blick preisgibt.
Bei einem solchen Vorgang wird der Verfasser natürlich seinen
Stempel aufprägen und alles an seine Meinung und Weltanschauung anpassen,
hingegen Dinge weglassen, die er selbst nicht akzeptiert oder einfach nur
nicht versteht.
Und genau dieses scheint auf den ersten Teil des Trilogiums (wobei
dieses Kapitel den dritten Teil darstellt) zuzutreffen. Es scheint wirklich
so etwas, wie einen Ur-Text zu geben, der sehr viel mehr enthielt als das
Trilogium. Und da der erste Teil von einem naturwissenschaftlich interessierten
Menschen geschrieben wurde, ist auch der komplette Kontext wissenschaftlich,
Glaube im kirchlichen Sinne wird dagegen eher ‘verteufelt’.
Doch was ist die Ur-Schrift oder vielleicht besser gesagt die Ur-Idee?
Wahrscheinlich ist das Leben an sich die Vorlage, mit allen Facetten, die
einem offenbaren können, die aber nicht jeder Mensch gleichermaßen
erlebt. In diesem Falle gäbe es keinen niedergeschriebenen Ur-Text
sondern nur die Gedanken aller Menschen bezüglich ihres Daseins und
darüber hinaus noch sehr viel mehr.
Im Folgenden soll beleuchtet werden, wie das Trilogium im ersten Teil
hätte aussehen können, wenn man versucht, wirklich alle Aussagen
und Interpretationsmöglichkeiten zu transportieren (jedenfalls soll
es ein Versuch sein, wirklich alles zu erfassen, ist unmöglich).
Das Ur-Trilogium
1) Gott ist alles, was man sich vorstellen kann und mehr!
Versucht man einmal nicht durch die Augen eines Physikers sondern durch
die eines Linguistikers zu sehen zum Beispiel, dann kommt man unweigerlich
zu anderen Aussagen. Höchst wahrscheinlich hätte dieser in Gott
jemand gesehen, dem Sprachen und Kommunikation sehr ‘am Herzen’ liegen.
Solch ein Gott hätte dem Menschen vielleicht als Ziel gegeben, möglichst
viele Sprachen zu lernen und die Wege der Kommunikation zu perfektionieren.
Oder als krasseres Beispiel: wie hätte jemand das Trilogium geschrieben,
der selbst in einem viel alltäglicherem Job arbeitet? Sein Gott wäre
ohne Zweifel ganz anders ausgefallen, wahrscheinlich viel simpler und dichter
am ‘realen Leben’ orientiert. Ein christlicher Pfarrer dagegen braucht
das Trilogium nicht (mehr) zu schreiben, er hat die Bibel, die die Ur-Idee
in seinem Sinne ausdrückt.
Was diese vielleicht zu simplen Beispiele ausdrücken sollen, ist,
daß es wohl zu jedem Menschen auf dieser Erde ein anderes Bild Gottes
gibt. Davon ist aber bestimmt nicht nur eines richtig und alle anderen
falsch, im Gegenteil, jeder hat recht mit seiner Vorstellung. Auch dann,
wenn sich die Ansichten einiger offensichtlich widersprechen.
Die Eigenschaft, die sie ihrem Gott zuordnen, kommen doch alle irgendwie
aus ihren Erfahrungen des Lebens (oder auch Nichterfahrungen, dann handelt
es sich um ihre Wünsche). Und da dann auf diese Weise alle Aspekte
‘aus dem Leben gegriffen’ sind, haben auch alle ihre Berechtigung. Dies
ist eine Form der Koexistenz, die der Mensch heutzutage noch nicht wirklich
begreifen mag. Für ihn sind "Hell" und "Dunkel" Gegensätze genauso
wie "Gut" und "Böse". Aber was wäre das eine ohne das andere?
Man kann etwas nur dann "gut" nennen, wenn man ihm etwas "Böses" entgegenstellt
(wie ein Physiker jetzt wieder sagen würde: "Alles ist relativ!").
Aber der Mensch hat die Welt nicht erschaffen, also kann man davon
ausgehen, daß es nicht nur alle gesammelten Ideen der Menschen sind,
die das ‘Konzept Gott’ ausmachen. Es gibt Dinge, die der Mensch noch nicht
weiß, aber schon erahnt (sozusagen die aktuellen Forschungsinhalte,
oder einfachere gesagt: die Forschungsfront), darüber hinaus wird
es aber auch immer Dinge geben, die komplett außerhalb des menschlichen
Bewußtseins liegen, jedenfalls zur Zeit, denn wie lange zum Beispiel
dachte die Menschheit, daß die Erde eine Scheibe ist? Auch diese
Dinge, an die im Moment noch niemand denkt, tragen zur Wesenheit Gottes
bei. Man könnte also sagen, daß Gott die Gesamtheit aller Ideen
und Gedanken ist, die jemals in Erscheinung treten können. Dies übersteigt
natürlich den Geist des Menschen und Worte können wohl kaum ausdrücken,
was Gott wirklich ist.
Insofern war das erste Trilogium gar nicht so falsch. Denn dort heißt
es, daß sich der Mensch kein Bild von Gott machen kann, da er schlicht
und einfach nicht in der Lage ist, Gott mit seinem geringen Verstand zu
erfassen. Auch das Konzept der ständigen Forschung ist nicht so falsch;
je weiter sich das menschliche Bewußtsein erweitert, desto näher
kommt er dem, was Gott ist.
2) Jeder ist Gottes Sohn!
Auch wenn es recht ungewöhnlich klingen mag, es ist wirklich jeder
Gottes Sohn bzw. Tochter!
Wenn Gott wirklich alles umfaßt, dann ist der Mensch auch ‘nur
eine Idee’ Gottes. Wie sagt die Bibel so schön: "Und Gott schuf den
Menschen nach seinem Ebenbild." Was damit wirklich gemeint ist, ist nicht
die Hülle des Menschen, sein Äußeres, sondern sein ganzes
Wesen. Natürlich kann nicht jeder Mensch Gott sein, d.h. die vielen
Aspekte, die Gott ausmachen, wurden auf die komplette Menschheit verteilt,
und zwar so, daß nicht zwei Menschen komplett gleich sind. So hat
jeder seine Fähigkeiten und Interessensschwerpunkte, von denen ausgehend
er sich wieder ein Bild eines höheren Wesens macht, weil sich der
Mensch bewußt ist, daß er sich nicht selbst geschaffen haben
kann.
Irgendwann bürgerte sich für dieses höhere Wesen der
Begriff "Gott" ein und viele Bilder von ihm ähneln sich, da nicht
alle Ur-Ideen, aus denen Gott besteht, irgendwo im Menschen zu finden sind.
Der Mensch ist eher wie die Nadel im Heuhaufen aller Schöpfungen,
der aus unglaublich vielen anderen Dingen besteht, wie z.B. aus Tieren,
Pflanzen, unbelebter Materie und Dingen, die noch nicht einmal mit Materie
etwas zu tun haben oder mit denen der Mensch noch keinerlei Erfahrung gemacht
hat.
Also muß man dann auch soweit gehen, alles, was in und um uns
ist, als Teil von Gott anzusehen. Somit ist nichts und niemand mehr wert
als irgend etwas oder irgendwer anderes. Trotzdem versucht der Mensch alles
zu kategorisieren, das liegt wohl in seinem Wesen und er kann nicht anders.
Aber mit jeder Tat, mit jedem Erlebnis kann der Mensch mehr von der
Gesamtheit des Seins erfahren. Und es wird wohl der persönlichen Erfahrung
vorbehalten sein, eine so erfahrene Idee auch ins Bewußtsein des
Handelnden zu integrieren. Somit wäre dann auch eine ‘Rückkehr’
zu Gott möglich, wenn ein Mensch in der Lage ist, alle Ideen in sich
zu vereinigen.
3) Es gibt den Satan nicht wirklich!
Auch diese These ist wohl in erster Linie schockierend, sind es die
Menschen doch seit ewigen Zeiten gewohnt, alles in "Gut" und "Böse"
einzuteilen. So, wie sich mehrere unterschiedliche Bilder von Gott herauskristallisiert
haben, die sich jedoch recht ähnlich sind, gibt es auch verschiedene
Ansichten, was den Satan angeht, wenn sich auch hier einige Grundkonzepte
ständig wiederholen.
Doch so, wie es kein Leben ohne Tod gibt, kein Oben ohne Unten, kann
es keinen Gott ohne den Satan geben. Aber da Gott schon alles in sich vereint,
muß auch der Satan in ihm enthalten sein. Mehr noch, Gott ist Satan,
man kann das eine nicht von dem anderen trennen. Alles, was wir als "böse"
ansehen ist auch ‘nur ein Gedanke’ und gehört somit zum Gesamtwert,
man kann und darf es gar nicht ausschließen. Das macht das Leid natürlich
nicht einfacher, aber Glück und Zufriedenheit sind nun mal nur relativ
zu Leid und Unglück wahrnehmbar und können ohne diese gar nicht
als solche erkannt werden.
Demzufolge ist entweder jeder Satan, wenn man schon an ihm festhalten
will (sogar der fromme Priester ist Satan, da er Dinge verkörpert,
die im Gegensatz zu anderen Individuen stehen, die sich als "gut", den
Pfarrer aber als "böse" ansehen, wobei aber die Vokabeln "richtig"
und "falsch" hier vielleicht verständlicher klingen mögen), oder
es gibt ihn gar nicht, weil er nur eine andere Bezeichnung für etwas
ist, das man schon kennt. Da es wohl etwas unsinnig erscheint, jeden Menschen
sowohl als Gottes Sohn/Tochter als auch als Satan zu bezeichnen, kommen
wir hier zu dem Schluß, daß der Satan nicht wirklich existiert.
Trotzdem bleibt natürlich ein Widerstreben, z.B. einen Mord als
‘Teil des Ganzen’ zu akzeptieren. Wie schon gesagt, der Mensch birgt nicht
alle Ideen, die Gott ausmachen, in sich und das Leben in der Gemeinschaft
ist an gewisse Regeln gebunden (wovon aber einige anhand dieser Theorie
schleunigst überdacht werden sollten), so daß man Verbrechen
schon als "böse" und "falsch" bezeichnet, da sie dem Leben an sich
widersprechen. Denn nur durch das Leben kann sich ein Mensch mehr ‘Wissen’
aneignen, mehr Verständnis für die allumfassende Gesamtheit entwickeln.
Gibt es wirklich zehn Gebote?
Anhand der neuen Erkenntnisse wäre es sehr unsinnig, Gebote aufstellen
zu wollen (mal abgesehen von den schon erwähnten gesellschaftlichen
Regeln), jedenfalls solche, die sich auf dem obersten Niveaus der Dasein
beziehen sollen. Statt dessen sollen hier die zehn Gebote des Physianismus
vor dem Hintergrund der neuen Erkenntnissen noch einmal näher beleuchtet
werden. Danach bleibt dann immer noch genügend Platz, weitere allgemeine
Aussagen aufzulisten.
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Das "große Puzzle Gottes" ist wohl das Leben an sich, aber auf alle
Bereiche erweitert. Vollkommener Geist und perfekter Verstand bedeuten
wohl, daß man möglichst viel Erfahrung sammeln soll und somit
auch möglichst viele Aspekte Gottes in sich zu vereinen.
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Dies ist ein typisches Gebot, das genau aufzeigt, welche Interessen und
Weltanschauungen der ursprüngliche Verfasser hatte, die er damit zum
Ausdruck bringen wollte. Außerdem zeigt es sehr schön, daß
der Mensch dazu neigt, Dinge als Gegensätze gegenüberzustellen
und sie strikt zu trennen, obwohl dies gar nicht möglich ist.
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Ein Leben nach dem Tod, wie es sich die Kirche vorstellt, wird es auch
jetzt nicht geben, denn wenn das Leben nach dem Tod so viel besser sein
soll als das irdische, wieso sollte man dann überhaupt leben wollen?
Im Prinzip legen sowohl der Physianismus als auch die neuen Erkenntnisse
die Reinkarnationslehre nahe. Dies ist aber im Moment zu komplex, als daß
man dies im Rahmen des ‘Gebots-Kommentares’ abhandeln könnte.
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Wie schon im Text gesagt, besteht das Konzept Gott aus dermaßen vielen
Mosaiksteinchen, daß es dem Menschen zur Zeit wirklich nicht möglich
ist, Gott mit seinem Verstand vollkommen zu erfassen und sich somit ein
korrektes Bild zu machen. Und das wird auch noch sehr lange anhalten, denn
als Mensch bleiben einem naturgemäß viele Dinge verschlossen,
die man nur auf anderen Ebenen und in anderen Daseinsformen erleben kann.
Wie diese Ebenen und Daseinsformen aussehen, ist ebenfalls noch unklar,
auch das unterstreicht, daß sich der Mensch erst am Anfang einer
Entwicklung befindet.
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Alle Bereiche des menschlichen Daseins sind für eine Weiterentwicklung
gleichermaßen geeignet. Die Richtung ist für jedes Individuum
anders. Auch hier sieht man wieder die Herkunft des Autors.
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Jetzt sollte diese Gebot lauten: Da jeder Mensch anders ist und andere
Erfahrungen gemacht hat sowie für jede Art Erfahrung unterschiedlich
geeignet ist, kann es nicht sinnvoll sein, wenn ein Mensch versucht, sein
Leben auf andere zu projizieren bzw. das Leben anderer unkommentiert und
ohne es selbst zu verarbeiten zu reflektieren.
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Das sollte wohl ersatzlos gestrichen werden. Ein Maurer hätte vielleicht
gefordert, daß man ‘mauern soll, was das Zeug hält’.
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Die Grundaussage stimmt immer noch, das Leben an sich (unter der Voraussetzung
der Weiterentwicklung) ist Sinn genug.
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Hier scheint so etwas wie ein Moralempfinden durch, die Notwendigkeit,
gesellschaftliches Leben unter Regeln zu stellen. Da alles "göttliches
System" ist, soll man es nicht zerstören.
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Das zielt darauf ab, daß man nur die Pfade zur Weiterentwicklung
beschreitet, zu denen man selbst geeignet ist. Es nutzt nicht, partout
bestimmte Erfahrungen machen zu wollen, weil man unter Umständen mental
oder körperlich nicht dazu in der Lage ist. Macht man Dinge, die einem
Spaß machen, ist es eher wahrscheinlich, daß man den dabei
auftretenden Aufgaben auch wirklich gewachsen ist, so daß man am
Ende auch wirklich ein Ziel erreicht.
("Horst Brack" alias Ingo Strauch)
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